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Historischer Meilenstein in der Verwaltungsmodernisierung: Erste vollständig digitale Geburtsanzeige in Kiel realisiert
KIEL / BERLIN – Das „Kieler Modell“ setzt neue Maßstäbe für das deutsche Gesundheitswesen und die öffentliche Verwaltung. In einer wegweisenden Kooperation zwischen dem Städtischen Krankenhaus Kiel, dem KIS-Hersteller NEXUS und den Berliner Experten von Vertama ist es gelungen, medienbruchfreie, digitale Geburtsanzeigen zu realisieren.
Über 150 Jahre lang war der Prozess der Geburtsanzeige von Papier, manueller Erfassung und physischen Botengängen geprägt. Mit der erfolgreichen Implementierung in Kiel gehört dieser analoge Flaschenhals der Vergangenheit an. Die Meldung erfolgt nun als hochautomatisierter Machine-to-Machine-Prozess (M2M) direkt aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) heraus an das Standesamt.
Technologische Premiere: M2M statt Papier
Die Besonderheit dieser Lösung liegt in der intelligenten Vernetzung vorhandener Infrastrukturen. Die Software von Vertama liefert „Meldeprozess as a Service“ (MaaS) und schlägt die Brücke zwischen dem Klinik-System von NEXUS und der Fachsoftware Autista, die in den deutschen Standesämtern eingesetzt wird.
„Die wichtigste Aufgabe für uns war es, den Status der automatisierten Ende-zu-Ende Digitalisierung zu erreichen, bevor wir weitere Produkte wie die digitale Sterbefallanzeige oder die Unterbringungsanweisung ausrollen“, erklärt Andre Sturm, CEO von Vertama. „Durch das bewusst offen entwickelte Verfahren reduzieren wir Marktbarrieren und ebnen den Weg für eine flächendeckende Digitalisierung zahlreicher weiterer Use-Cases in der Behördenkommunikation.“
Entlastung für Kliniken und Standesämter
Während Vertama bereits für über 70 Krankenhäuser bundesweit digitale Meldungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) und Gesundheitsämter realisiert, erweitert das Unternehmen mit der Geburtsanzeige sein Portfolio nun entscheidend in den Bereich des Personenstandswesens.
Für das Städtische Krankenhaus Kiel bedeutet dies eine signifikante Entlastung des Personals von administrativen Routinetätigkeiten. Die Daten werden strukturiert, rechtssicher und mittels qualifizierter elektronischer Signatur übermittelt. Fehlerquellen durch manuelle Doppelerfassungen werden eliminiert, was wiederum die Durchlaufzeiten bis zur Urkundenerstellung im Standesamt massiv verkürzt.
Skalierbarkeit im Fokus
Der Erfolg in Kiel dient als Blaupause für die bundesweite Skalierung. Dank des „Any KIS“-Ansatzes von Vertama lässt sich das Verfahren nicht nur aus NEXUS-Systemen, sondern aus nahezu jeder digitalen Klinik-Infrastruktur heraus initiieren. Damit positioniert sich Vertama als zentrale Drehscheibe für den modernen Datenaustausch zwischen Gesundheitswesen und Staat.
Über Vertama: Vertama ist ein in Berlin ansässiger Spezialist für die Digitalisierung und Automatisierung medizinischer Meldeprozesse. Als Anbieter von „Meldeprozessen as a Service“ (MaaS) verbindet Vertama Kliniken und Behörden durch rechtssichere M2M-Kommunikation und schafft so die Grundlage für eine effiziente, digitale Verwaltung im Gesundheitswesen.